Thorsten Hoeppner | Welli@Home
aktualisiert am 18. Juli 2026
Zusammenfassung
Der Artikel bietet eine strukturierte Übersicht über verschiedene Krankheiten bei Wellensittichen. Es werden Erkrankungen der Atmungsorgane, inneren Organe, des Verdauungstraktes, Ektoparasiten und weitere problematische Zustände erläutert. Zu jeder Krankheit werden typische Symptome genannt, sodass eine Einordnung leichter fällt.
Krankheiten bei Wellensittichen
- erschwerte Atmung
- Gewichtsverlust
- piepsende, knackende Atemgeräusche
- Niesen und Kopfschleudern
- erschwerte Atmung
- Sekret in den Nasenlöchern
- Verklebtes Kopfgefieder
- Atemnot
- Schwellung über den Nasenlöchern
- Bindehautentzündung
- Schluckbeschwerden
- akute Atemnot
- „Puffreisähnlicher“ Kot
- keine typischen Symptome (unspezifisch)
Leberverfettung bzw. Fettleber
- keine typischen Symptome (unspezifisch)
- pinguinartige Sitzhaltung
- verklebtes Gefieder um die Kloake (Harnsäure)
- flüssiger Urinanteil im Kot
- vermehrtes Trinken
- Gefiederschäden
- Unruhe und vermehrtes Putzen
- Gefiederschäden
- Unruhe und vermehrtes Putzen
- Federmissbildungen
- rötlich-schwarze Verfärbung der Federkiele
- schwammartige Wucherungen (z.B. Wachshaut)
- Schnabelhornveränderungen & Fraßspuren
- Kalkartige Auflagerungen an den Ständern
- starke Unruhe in der Nacht
- Gewichtsverlust
- Durchfall
- ungeformter & breiiger bis flüssiger Kot
- Würgen und Erbrechen
- Verklebtes Kopfgefieder (Schleim & Körner)
- Würgen & Erbrechen
- chronischer Gewichtsverlust
- unverdaute Körner im Kot
- vermehrte Sandaufnahme
- zentralnervöse Störungen
- himbeerfarbener Kot
- Durchfälle
- Gleichgewichtsstörungen
- Verdrehen des Kopfes
- Bewusstseinsstörungen
- Krämpfe
- weißliche Knötchen (Gelenke)
- Schonhaltung
- übermäßige Verdickung der Wachshaut
- Kotabsatzstörungen
- Umfärben der Wachshaut (Hähne)
Virusbedingte Gefiederstörungen
- Ausfallen bzw. Abbrechen von Federn
- blutverkrustete Federstümpfe
- Schnabelhorn- und Krallenveränderungen
Natürlich sind in dieser Übersicht nur die wichtigsten Krankheiten enthalten.
FAQ – häufige Fragen
Woran erkenne ich Atemwegserkrankungen beim Wellensittich?
Atemwegserkrankungen zeigen sich oft durch erschwerte Atmung, ungewöhnliche Atemgeräusche oder Niesen. Typisch sind piepsende oder knackende Geräusche, Kopfschleudern, Sekret in den Nasenlöchern oder verklebtes Kopfgefieder. Auch Schwellungen über den Nasenlöchern und Atemnot können auftreten. Treten solche Zeichen auf, sollte ein vogelkundiger Tierarzt aufgesucht werden.
Welche Anzeichen deuten auf Probleme mit Leber oder Bauchspeicheldrüse hin?
Bei einer erkrankten Bauchspeicheldrüse fällt oft „puffreisähnlicher“ Kot auf. Leberentzündung und Fettleber zeigen dagegen meist keine typischen, klaren Symptome, sondern eher unspezifische Veränderungen wie allgemeine Schwäche oder Verhaltensänderungen. Da diese Zeichen unsicher sind, kann nur eine tierärztliche Diagnose klären, ob wirklich Leber- oder Pankreasprobleme vorliegen.
Wie sieht eine Nierenentzündung beim Wellensittich aus?
Eine Nierenentzündung macht sich häufig durch verklebtes Gefieder um die Kloake bemerkbar, weil zu viel Harnsäure ausgeschieden wird. Der Urinanteil im Kot ist oft deutlich flüssiger und der Vogel trinkt vermehrt. Diese Symptome sind typisch, aber nicht beweisend, denn andere Erkrankungen können ähnliche Zeichen verursachen. Ein Tierarzt muss die Ursache sicher klären.
Woran erkenne ich Parasiten im Gefieder?
Federlinge, Federmilben und Federspulmilben führen zu Gefiederschäden. Betroffene Vögel sind meist unruhig und putzen sich vermehrt. Bei Federspulmilben sieht man oft missgebildete Federn mit rötlich‑schwarzer Verfärbung der Federkiele. Diese Hinweise sprechen für Ektoparasiten, ersetzen aber nicht die Untersuchung durch einen Fachtierarzt.
Was sind typische Zeichen einer Räudemilben‑Erkrankung?
Räudemilben verursachen schwammartige Wucherungen, zum Beispiel an der Wachshaut. Zusätzlich können Veränderungen des Schnabelhorns mit Fraßspuren auftreten. Oft sieht man kalkartige, weißliche Auflagerungen an den Ständern. Diese Befunde sind charakteristisch, aber der Schweregrad und die genaue Behandlung müssen immer tierärztlich festgelegt werden.
Wie äußern sich Darmprobleme und Durchfall?
Darmparasiten führen häufig zu Gewichtsverlust und Durchfall. Durchfall zeigt sich als ungeformter, breiiger bis flüssiger Kot. Auch himbeerfarbener Kot oder starke Durchfälle können bei Vergiftungen auftreten. Da Durchfall viele Ursachen hat, ist er nur ein Warnsignal; die genaue Krankheit bleibt ohne Untersuchung ungewiss.
Welche Symptome deuten auf eine Kropfentzündung oder Megabakteriose hin?
Bei einer Kropfentzündung würgt der Vogel häufig, erbricht und hat verklebtes Kopfgefieder durch Schleim und Körner. Megabakteriose zeigt sich durch Würgen, Erbrechen, chronischen Gewichtsverlust und unverdaute Körner im Kot. Viele betroffene Vögel nehmen vermehrt Sand auf. Beide Erkrankungen sind ernst und erfordern eine vogelkundige Diagnose und Therapie.
Wie macht sich eine Schwermetallvergiftung bemerkbar?
Bei einer Schwermetallvergiftung können zentralnervöse Störungen auftreten, etwa Koordinationsprobleme oder Krämpfe. Der Kot kann himbeerfarbig sein, zudem kommen Durchfälle vor. Diese Zeichen sind bedrohlich und verlangen sofortige tierärztliche Hilfe. Ohne Laboruntersuchungen bleibt jedoch offen, ob tatsächlich Schwermetalle die Ursache sind.
Welche Hinweise gibt es auf Erkrankungen des Gehirns?
Erkrankungen des Gehirns können Gleichgewichtsstörungen, Verdrehen des Kopfes, Bewusstseinsstörungen und Krämpfe verursachen. Der Vogel wirkt unsicher, fällt vielleicht von der Stange oder reagiert auffällig. Diese Symptome sind ernst, lassen aber ohne weitergehende Diagnostik nicht sicher auf eine konkrete Ursache schließen. Ein Tierarzt muss mögliche andere Gründe wie Vergiftungen oder Verletzungen ausschließen.
Welche äußerlichen Veränderungen weisen auf Tumore oder andere chronische Probleme hin?
Tumore können zu Kotabsatzstörungen führen und bei Hähnen eine Umfärbung der Wachshaut auslösen. Auch hypertrophe Wachshaut mit übermäßiger Verdickung und virusbedingte Gefiederstörungen mit Ausfallen oder Abbrechen von Federn sind möglich. Blutverkrustete Federstümpfe sowie Schnabel- und Krallenveränderungen gelten als weitere Warnzeichen. Diese Hinweise sprechen für ernsthafte Erkrankungen, bleiben aber ohne tierärztliche Abklärung unsicher.
